Die Zukunft von Twitter in Deutschland

Mit Spanung erwartet wurde der Auftritt von @KatieS. Frau Katie Stanton ist Managerin bei Twitter und offenbar damit beschäftigt, das kommunikative Potenzial des Dienstes und seine technischen Möglichkeiten zukünftigen Kunden näher zu bringen. Dabei geht es nicht in erster Linie um den normalen Twitterer, sondern es geht um die Großkunden: TV-Business, Sport-Business, Politik-Business.

Auf diesen drei Feldern ist Twitter in den USA weit vorangekommen. Immer mehr TV-Shows, immer mehr Sportveranstaltungen, immer mehr politische Kommunikation integrieren Twitter in ihre Konzepte. Mit teilweise erstaunlichen Echtzeit-Ergebnisse, wenn zum Beispiel Zuschauer aufgefordert werden mittels Nutzung bestimmter Hashtags ihre Meinung bekanntzugeben. Diese Ergebnisse werden dann in der Sendung ausgewertet und wieder eingespeist. Für diese Kunden spezielle Angebote zu machen, ist eine konsequente Strategie, die auf der Beobachtung basiert, dass Twitter eventgetrieben genutzt wird. Wir kennen es von Fußballübertragungen, dem #tatort und #gtnm.

Auf dem amerikanischen Markt hat sich da schon viel bewegt und die von Stanton präsentierten Beispiele beeindruckten. Soviel Buzz hat Twitter hierzulande aber nicht. Damit sich das in Deutschland ändert, wird wie berichtet ein Büro in Berlin eröffnet. Zwei Leute werden sich um solche Kooperationen auf dem deutschen Markt kümmern. Dafür könnten die Kontakte, über die Mitarbeiter Nr1 @rowbar als ehemaliger Online-Chef der BILD mit Sicherheit verfügt, sehr hilfreich zu sein. 

Das also ist die Zukunft von Twitter in Deutschland

  • Massenmedien werden Twitterfunktionen in ihre Formate einbinden.
  • Unternehmen werden twittergestützte Kampagnen entwickeln. (Darüber sprach Frau Stanton auch und betonte die sehr guten Response-Quoten von Twitter.)
  • Diese Aktivitäten wird mehr Nutzer dazu bewegen, sich dieses Twitter mal anzuschauen.

Man kann daher feststellen: Twitter gibt in Deutschland nicht gerade Vollgas, sieht die aktuell vorhandene Präsenz aber als gute Ausgangsbasis, um mit kleiner Münze vielleicht sehr viel zu erreichen. 

PS1: Frage zum leidigen und völlig intransparenten Verifikationsprozess. Da es nur ein kleines Team gibt, dass sich darum kümmert, wird es auch in der Zukunft keine allgemeine und zuverlässige Verifikation geben. Für Medien, Agenturen und Promis gibt es aber Möglichkeiten.

 

 

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