Ein kleiner Überblick, was so in das Internet geschrieben wird an schlauen Sachen. Gefunden teilweise mit Hilfe dieses Webmonitoring-Tools. (Kann man einfach so reinschauen mit testzugang. Passwort ist: rp12)
Herr Knüwer leistet Abbitte. Denn: “Die drei Tage der re-publica 2012 haben den einstigen Klassentreff der Blogger in eine neue Umlaufbahn geschossen.” Das habe er nicht erwartet. Diese Einschätzung teile ich und auch die anderen Kritikpunkte kann man unterschreiben. Der Ort war fantastisch, die Organisation charmant und fast perfekt, aber beim Programm kann man noch nachlegen.
Sven Gächter vom österreichischen Profil sieht die Konferenz in neuem Licht: “Anders als bei den früheren Tagungen störten diesmal unüberhörbar kritische Töne die perspektiventrunkene Netzschwärmerei.” Damit meint er die Diskussion um das Recht auf Privatsphäre, für ein “Menschenrecht auf überwachungsfreie Individualität”.
Niklas Hofmann sieht bei jetzt.de Widersprüche zwischen Netzaktivismus und kapitalistischen Mechanismen, aber hier treffen sie aufeinander. “Die re:publica bringt wie keine andere Veranstaltung die Technikoptimisten mit den Skeptikern zusammen, und denen die das alles nicht so hoch hängen mögen.”
Die offizielle Pressemeldung der Bundesregierung zum Auftritt des @regsprecher. Tollstes PR-Deutsch. Kostprobe? “Gleichzeitig betonte der Regierungssprecher, dass die Netzgemeinde nicht mit der Bevölkerung identisch sei. Auch Menschen, die nicht das Internet nutzten, müssten sich auf anderen Wegen beteiligen können. Trotzdem werde der Zukunftsdialog “ganz sicher kein einmaliges Experiment” bleiben. “Auch in zukünftigen politischen Debatten wird es weitere Projekte dieser Art geben”, sagte Seibert.”
Der Sauerstoff wünscht sich mehr Blickkontakt und Aufeinanderzugehen. Ist ja okay, Flausch hin oder her, aber es ist wie es ist. Die Menschen sind halt so. Mir ist eine gewisse Zurückhaltung, gespeist aus der Angst zu nerven, um einiges lieber als ungebremstes Volllabern
Meine Güte, wenn man das hier liest, möchte man auch nicht als Sascha Lobo durch die Gegend laufen. Eine denise-a. langner-urso lässt sich seitenlang aus über dessen Auftritt unter dem forschen Titel: “Sascha Lobo – Blogger für das Kapital – eine Bankrotterklärung.” Es folgt ein unglaubliches tl;tr. Mit Feststellungen wie dieser: “Die Veranstaltung ist verkommen zum Presseball weniger Selbstdarstellungsblogger”. War ich auf einem anderen Stern?
Die Mittelbayerische Zeitung veröffentlicht einen erstaunlichen Kommentar zur re:publica. “Die Entwicklung der re:publica ist Beleg dafür, dass der digitale Wandel und alle damit in Verbindung stehenden Themen längst bedeutende Faktoren in der Wirklichkeit geworden sind. Sie zeigt eindrucksvoll, wie sehr genau diese Themen in den kommenden Jahren die Politik bestimmen werden.”
Ein Videorundgang durch die Station. Wer gar nicht weiß, wie es dort ausgesehen hat, hier mal anschauen das Video von Golem. Die Musik kann aber bei Spotify weiterlaufen.
Sven Dietrich ist glücklich. Und bloggt im Morgengrauen mit dem Smartphone über Hipsterschwaben. Respekt!
Heise mal ganz kritisch. Robert Thielicke kapiere ich nicht so ganz. Die von ihm behauptete Absage an das Web als gesellschaftliches Betriebssystem und dessen Ersatzfunktion als Unterhaltungsmedium scheint mir doch etwas zu düster.
Richtig begeistert ist Robert Basic, der seine permanenten Privatsessions schätzt